Verfasst von: nancyfaraway | Dezember 18, 2007

Einer der größten Wasserfälle der Welt im inflationärsten Land der Welt

Letzten Freitag passierten wir dann fast ohne Probleme die Grenze zu Zimbabwe um die Victoria Falls im gleichnamigen Ort zu sehen. Wie immer ging es auch an diesem Tag früh raus, gegen um 7 Uhr waren wir an der Grenze. Jeder bekam seinen Stempel in den Pass, nachdem 30 US Dollar für das Visum bezahlt wurden. Nur unser einer Kanadier musste 65 Dollar bezahlen. Es lief alles problemlos und wir stiegen in den Bus. Doch schon nach ca. 1km kam ein Kontrollposten, der die Quittungen sehen wollte. So sehr vertraut man also in diesem Land den Behörden. Aber nicht jeder hatte eine Quittung bekommen, so zum Beispiel Fernando, der Mexikaner, der sein Visum schon lange vor der Reise beantragen musste. Also fuhr der herrische Polizist mit uns zurück zur Grenze, wo nach einer halben Stunde unsere Reiseleiterin alles geregelt hat.

In Victoria Falls angekommen, bezogen wir unseren Dorm, indem wir zu 15. schliefen. Danach wurden wir Millionäre. Zimbabwe hat eine Inflation von mehr als 2000% und als wir 10 US Dollar tauschten, bekamen wir 11 Millionen Zimbabwe Dollar in „kleinen“ Scheinen, sprich 100 000 Zim Dollar – Scheinen. Nun rannte jeder mit einem dicken Bündel Geld in der Tasche herum, was im Prinzip nichts wert ist. Die Geschäfte sind leer und wenn es etwas gibt, ist es unsagbar teuer. So kostet ein Bier 3 Mio. Z$ und ein mickriger Burger mit einem kleinen Fleischbällchen 4 Mio. Z$.

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Wir besuchten die spektakulären Victoria Fälle, die aber nicht ganz so massiv waren wie auf den Postkarten, da am Anfang der Regenzeit der Zambesi noch nicht so viel Wasser führt. Dennoch waren sie atemberaubend und wir hatten sogar das Glück einen Regenbogen über den Fällen zu sehen, als die Sonne herauskam. Außerdem fühlten wir uns wie Popstars, da an jedem Aussichtspunkt eine Horde Kinder auf uns zu rannte um sich mit uns fotografieren zu lassen. Wenn sie sich dann auf dem Display der Digitalkameras betrachten konnten, freuten sie sich wie verrückt.

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Den Abend brachten wir in einem Nobelhotel zu, wo wir ein zu teures Buffet mit Fleisch vom Warzenschwein und Buffalo genossen. Dazu gab es Marimbaklänge von einer einheimischen Gruppe, zu der wir zum Abschluss ausgelassen tanzten. Es war also ein gelungener Abend mit der ganzen Gruppe am Ende unserer Reise.

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Am nächsten Tag ging es auch schon wieder nach Bloemfontein. Aber vorher machte Jan noch Bungee Jumping in die Schlucht des Zambesi und Sabbi und ich verhandelten hart auf dem Crafts Market. Mit dem Taxi ging es über die Grenze nach Livingstone in Zambia, von wo wir aus nach Joburg flogen. Von dort ging es mit dem Bus wieder nach Bloemfontein, wo wir kurz vor Mitternacht gut ankamen.


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